Abitur auf dem 2. Bildungsweg

Noch immer gilt in Deutschland die klassische Bildungsstruktur. Nach Abschluss der Grundschule unterteilen sich die höheren Schulformen in Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Nur letzteres kann mit der allgemeinen Hochschulreife – dem Abitur – abgeschlossen werden. Mit dem Abschluss werden die Weichen für den weiteren Bildungsweg gestellt. Doch wer sieht sich im Alter von 15 bis 18 Jahre wirklich in der Lage, eine berufliche Entscheidung zu treffen, die für den gesamten weiteren Lebensweg gelten soll? In der Realität entwickeln sich Beruf und Berufung häufig anders, als man es ursprünglich plante. Die berufliche Entwicklung durchläuft verschiedene Stationen, und nicht selten entpuppt sich ein fehlendes Abiturzeugnis zur Hürde. Diese ist jedoch nicht unüberwindbar. In Deutschland absolvieren jährlich Tausende von Menschen die Allgemeine Hochschulreife über den 2. Bildungsweg.

Welche Gründe sprechen für das Abitur über den 2. Bildungsweg?

Es gibt verschiedene Gründe für das Nachholen des Abiturs. Vielen Berufstätigen gelingt es, sich durch Fleiß und langjährig erworbene Berufserfahrung im Rahmen des von ihnen gewählten Ausbildungsberufes hochzuarbeiten. Doch häufig müssen sie die frustrierende Erfahrung machen, dass den Möglichkeiten trotz Fachkompetenz und Erfahrung Grenzen gesteckt sind – einzig und allein, weil Ihnen das Abitur als Referenz in den Personalunterlagen fehlt.

Nicht wenige entdecken im Laufe Ihres Lebens, dass der einst gewählte Beruf nicht der richtige war, weil persönliche Interessen und Fähigkeiten in so jungen Jahren noch nicht richtig eingeschätzt wurden oder weil der ursprünglich erlernte Beruf durch äußere Einflüsse nicht mehr erfolgsversprechend ist. Eine berufliche Neuorientierung ist heutzutage in jedem Alter möglich. Doch vielleicht ist der neue Wunschberuf mit einem Studium verbunden, welches die allgemeine Hochschulreife voraussetzt. Auch dann ist das Abitur auf dem 2. Bildungsweg unumgänglich, um die eigenen Ziele zu verwirklichen.

Zu guter Letzt ist das Abitur auch häufig ein persönlicher Wunsch, ein inneres Bedürfnis, sich und anderen etwas zu beweisen, ein Lebensziel, das erreicht werden will.

Die Motivationen, sich für das Abitur auf dem 2. Bildungsweg zu entscheiden, sind also vielfältig, ebenso wie die persönlichen Voraussetzungen. Da kein Bildungsweg dem anderen gleicht, bieten sich innerhalb unserer Bildungsstruktur verschiedene Möglichkeiten, die allgemeine Hochschulreife nachträglich zu erlangen.

Die verschiedenen Wege zum Abitur auf dem 2. Bildungsweg

Je nach Alter, Vorbildung und beruflicher Erfahrung bieten sich verschiedene Modelle an, um das Abitur auf dem 2. Bildungsweg zu machen. Dieser bietet sich zunächst nur für alle an, die älter als 21 Jahre alt sind. Jüngere Menschen, die zudem bereits einen mittleren Abschluss besitzen, können die allgemeine Hochschulreife ganz regulär über die Sekundarstufe II eines örtlichen Gymnasiums ablegen. Ihnen steht also der Besuch einer gymnasialen Oberstufe offen. Wer diese Mindestvoraussetzung nicht hat, kann verschiedene Wege einschlagen, um das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachzuholen. Die üblichste Variante ist der Besuch eines Kollegs oder eines Abendgymnasiums. Der Besuch eines staatlichen Kollegs ist kostenlos und erstreckt sich ähnlich wie bei einem regulären Gymnasium über Vollzeit. Hier ist häufig die Finanzierung ein großes Thema, es sei jedoch angemerkt, dass Besucher eines Kollegs grundsätzlich auch Bafög beanspruchen können, wenn die Mindestvoraussetzungen hierfür erfüllt sind.

Berufsbegleitend ist das Abitur auf dem 2. Bildungsweg ebenfalls möglich. Hierzu gibt es entsprechende Angebote an Abendschulen. Diese ermöglichen teilweise sogar das Ablegen eines Online-Abiturs. Absolute Flexibilität gewährt eine Fernschule. Diese setzt jedoch ein größeres Maß an Eigenverantwortlichkeit und Disziplin voraus.

Vorbereitung und umfassende Informationen sind Grundvoraussetzung

Die Entscheidung, das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachzuholen, sollte niemals kurzfristig und ohne gründliche Vorbereitung getroffen werden. Gerade die vielseitigen Angebote und Modelle ebenso wie die zahlreichen Anbieter machen es erforderlich, sich mit dem Thema intensiv zu befassen und die für das eigene Lebensmodell passende Variante zu finden. Auch sollten die damit verbundenen persönlichen Herausforderungen – wie die finanzielle Belastung, die doppelte psychische und physische Belastung – nicht unterschätzt werden.

Weitere Informationen sowie einen guten Überblick über die verschiedenen Modelle und die Voraussetzungen sowie über seriöse Bildungsanbieter finden Sie auf dem Portal www.ABI-nachholen.net

Abitur auf dem 2. Bildungsweg / Variante 1

Die klassische Bildungsstruktur in Deutschland sieht nach wie vor die Einteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium vor. Somit werden die Weichen für spätere Schulabschlüsse bereits im Kindesalter gestellt. So mancher, der jedoch Haupt- oder Realschule besuchte und erste Erfahrungen im Berufsleben sammelte, wird irgendwann feststellen, dass der persönliche Berufsweg anders hätte verlaufen sollen. so bestehen heutzutage zahlreiche Möglichkeiten, sich beruflich neu zu orientieren, andere Wege einzuschlagen oder auf dem bereits erlernten mit viel Fleiß und Ehrgeiz aufzubauen. Schwierig wird es allerdings, wenn das fehlende Abiturzeugnis zur Hürde auf dem Karriereweg wird. Eine Möglichkeit, diese Hürde zu überwinden, ist das Abitur auf dem 2. Bildungsweg abzulegen.

Die Motivation

Die Gründe für das Abitur auf dem 2. Bildungsweg sind so individuell wie die beruflichen Wege. Viele Berufstätige, die ihre Karriere auf einem Realschulabschluss aufgebaut haben, vermissen das Abitur im beruflichen Alltag nicht. Sie setzen auf Berufserfahrung und durch langjährige Tätigkeit erworbene Fachkompetenz. Diese haben sie sicherlich auch weit gebracht. Doch nicht selten kommt es vor, dass der letzte und entscheidende Schritt in eine Führungsposition trotz der persönlichen Qualifikationen am fehlenden Abitur scheitern. Dies ein guter Grund, dieses auf dem 2. Bildungsweg nachzuholen.

Auch ein geplanter beruflicher Wechsel kann das Thema aufs Tapet bringen. Unabhängig von den bisherigen Berufserfahrungen setzen viele Unternehmen eine abgeschlossene Hochschulreife voraus. Fehlt diese Qualifikation, erhält die Bewerbung dann oft keinen zweiten Blick.

Manchmal geht die berufliche Neuorientierung auch in eine vollkommen andere Richtung. Schwierig und frustrierend, jedoch ganz und gar nicht aussichtslos ist es, wenn der neue Traumberuf ein Hochschulstudium voraussetzt. In diesem Fall ist das Abitur nur der erste Meilenstein auf dem Weg zum gewünschten Ziel.

Oder aber Sie möchten das Abitur um seiner selbst Willen nachholen, vielleicht, weil sich eine abgebrochene gymnasiale Laufbahn wie eine unerledigte Aufgabe anfühlt, vielleicht, weil Sie sich und anderen etwas beweisen möchten oder tatsächlich das Erlernte vermissen.

Die Motivation kann also ganz unterschiedlicher Natur sein. Sie führt den Betroffenen jedoch stets zum gleichen Ziel: Versäumtes nachzuholen und die allgemeine Hochschulreife über den so genannten 2. Bildungsweg zu erhalten.

Die verschiedenen Modelle

Es gibt keinen Paradeweg zum Abitur. In der heutigen Gesellschaft ermöglichen es viele verschiedene Anbieter mit ebenfalls unterschiedlichen Modellen, zum Ziel zu kommen. Das reguläre Abitur über den Besuch der Sekundarstufe II eines örtlichen Gymnasiums steht allen Schülern offen, die bereits die Mittlere Reife und das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Alle Übrigen müssen den 2. Bildungsweg einschlagen.

Die Mittlere Reife stellt eine grundlegende Voraussetzung dar. Ist diese nicht vorhanden, muss sie zunächst als Basis angestrebt werden. Interessierte, die die Mittlere Reife vorweisen können, entscheiden sich schließlich je nach Alter, finanziellen Möglichkeiten und persönlichen Lebensumständen für eines der verschiedenen Modelle. Der Besuch eines Kollegs wäre eine Variante, die den Vollzeit-Unterricht voraussetzt. Dies ist jedoch nicht alles allein aus finanziellen Gründen oder wegen familiärer Bindungen nicht möglich. Ihnen steht der Weg offen, das Abitur berufsbegleitend zu machen, entweder an einer Abendschule (diese bieten auch das so genannte Online-Abitur an) oder über eine Fernschule.

Es lässt sich nicht pauschal sagen, welche der Möglichkeiten die beste ist. Jeder muss das für sich und seine individuelle Lebenssituation passende Modell finden. Dies setzt eine intensive Beschäftigung mit dem Thema voraus.

Die Vorbereitung

Bevor Sie das Thema „Abitur auf dem 2. Bildungsweg“ angehen, sollten Sie sich über die verschiedenen Modelle, die individuellen Voraussetzungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Lernumstände informieren. Auch sind die besonderen Herausforderungen, denen Sie sich zwangsläufig stellen müssen, nicht zu unterschätzen. So stellt die Doppeltbelastung – beispielsweise bei gleichzeitiger Berufstätigkeit oder auch bei bestehender Elternschaft – eine große Belastung dar. Finanzielle Einbußen müssen unter Umständen auch berücksichtigt werden. Zudem gilt es im Vorfeld, seriöse Anbieter von unseriösen zu unterscheiden.

Hilfe, Informationen und einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Abiturmodelle, die unterschiedlichen Voraussetzungen und entsprechende Bildungsanbieter finden Sie auf dem Portal www.ABI-nachholen.net.

Abitur auf dem 2. Bildungsweg / Variante 2

Das Abitur stellt den erfolgreichen Abschluss der gymnasialen Oberstufe dar und ist gleichzeitig Fahrschein für den Besuch einer Hochschule. Zudem ist die allgemeine Hochschulreife in der heutigen Zeit geradezu zwingende Voraussetzung für die Karriere geworden. Die Bildungsstruktur in Deutschland sieht jedoch nach wie vor die klassische Einteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium vor, das heißt in der Regel werden die Weichen für den späteren Abschluss und den anschließenden Berufsweg bereits im Kindesalter gestellt. Was aber, wenn sich im Erwachsenenalter der Wunsch entwickelt, etwas an der bestehenden Situation zu ändern, die persönlichen Qualifikationen zu verbessern und das Abitur auch nach vielen Jahren noch abzulegen? In diesem Fall gibt es vielseitige Möglichkeiten, dieses Ziel auf dem 2. Bildungsweg zu erreichen.

Die Motivation, das Abitur nachzuholen

Welche Motivation haben späte Schüler, das Abitur nach so vielen Jahren nachzuholen? Den wenigsten geht es hierbei um das Abitur oder die Lerninhalte selbst. Meist hat man die allgemeine Hochschulreife auf dem bisherigen Lebensweg nicht vermisst. Doch in manchen Fällen kann das fehlende Abschlusszeugnis ein echtes Hindernis zur Selbstverwirklichung und zur Erreichung der beruflichen Ziele sein. Selbst Karrierewege, die aufgrund persönlicher Qualifikationen und durch jahrelange Berufspraxis gewonnene Erfahrung beschritten werden konnten, enden manchmal abrupt, weil das Abiturzeugnis fehlt. In Bewerbungen wird die Referenz zwar oft nicht vermisst, doch setzen viele Unternehmen heute ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus. Abend- und Fernunis wiederum können nur mit Abitur besucht werden. Auch im Falle einer beruflichen Neuorientierung kann es unter Umständen vorkommen, dass der neue Traumberuf ein Studium voraussetzt. Dann ist das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg als erster Meilenstein zur Erreichung persönlicher Ziele anzusehen.

Zudem sehen viele das Abitur auch als persönliche Herausforderung an, vielleicht, weil das Gymnasium in jungen Jahren abgebrochen wurde. Hier gilt es nicht selten, sich und dem Umfeld auch etwas zu beweisen.

Abitur auf dem 2. Bildungsweg – die verschiedenen Modelle

Grundsätzlich hat jeder die Möglichkeit, das Abitur nachzuholen. Einzige Voraussetzung ist zunächst, dass die Mittlere Reife vorliegt. Ist das nicht der Fall, kann selbst diese – oder zunächst sogar der Hauptschulabschluss – als Basis ebenfalls auf dem 2. Bildungsweg abgelegt werden. Ist das 21. Lebensjahr noch nicht erreicht, können die Schüler ganz regulär ein örtliches Gymnasium besuchen. Älteren steht dann nur der 2. Bildungsweg offen.

Dieser 2. Bildungsweg kann über verschiedene Bildungseinrichtungen erfolgen. Ein staatliches Kolleg ähnelt dem klassischen Gymnasium am ehesten. Der Unterricht erfolgt in Vollzeit. Sind die Voraussetzungen erfüllt, besteht auch ein Anspruch auf Bafög. Berufsbegleitend ist der Besuch eines Abendgymnasiums möglich. Diese bieten mittlerweile sogar das Ablegen eines Online-Abiturs an. Ebenfalls über eine Fernschule kann das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachgeholt werden. Diese Variante empfiehlt sich allerdings nur für Menschen, die ein gehöriges Maß an Disziplin und Eigenverantwortung mitbringen.

Informationen im Vorfeld sammeln

Die Entscheidung, das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachzuholen, ist schnell gefällt, sollte jedoch gründlich bedacht und vorbereitet werden. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten und die einzelnen Modelle. Es gibt keinen pauschalen Weg, der empfehlenswert wäre. Das richtige Modell richtet sich nach Alter, persönlichen Lebensumständen und finanziellen Möglichkeiten. Auch sollten die Voraussetzungen ebenso durchdacht werden wie die Konsequenzen d.h. die Herausforderungen, denen Sie sich zwangsläufig stellen.

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